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wien Tagebuch

Der Wien Blog ist geboren. Wer Lust und Laune hat darf gerne seinen Senf kommentieren. Lassen wir Wien hochleben.

 

3.5.07 22:46


so sehen Wiener aus

Uns ist es gelungen ein äusserst seltenes Exemplar eines männlichen Wieners abzulichten. Die Stadt hat echt ein paar Probleme wenn dieser Kleiderstil um sich greifen sollte. Die Hauptterroristengruppe der über 70 jährigen wäre dann wohl endgültig Vergangenheit. Aber noch ist nichts verloren, wir haben gute Kanäle zu Dr. Dr. G.Unzenbauer. Er will sich als Langzeitkanzler dem Problem persönlich annehmen.

Fotos mit freundlicher Genehmigung von www.jedermenschisteinkuenstler.de

3.5.07 23:52


16er Blech

Das Ottakringer Spezialbier, 16er Blech, darf seinen Namen nicht mehr führen. Eine neue, alte EU Verordnung besagt, das Lebensmittel sowie Getränke keine metallurgischen Elemente enthalten dürfen. Leider ist die EU Norm sehr schwammig formuliert, so dass jetzt ein portugisisches Gericht die Auffassung vertrat, auch im Namen dürften keine metallurgischen Bezeichnungen geführt werden. Richter S.Erveza beendete seinen Richterspruch mit einem Lächeln und einem schönen Glas Rotwein der Hanglage: Algarvini cupferu.

Die Gegenklage ist schon eingereicht. So gehts nun wirklich nicht. Wir Wiener sind doch nicht die Deppen der EU.

5.5.07 19:47


Deka Wien gegen Gramm Wien

Des woars, i bin a Durist, und a deppada noa dazu.

Geh ich doch in einen Supermarkt namens "Gegenteil von teuer" und stell mich freudestrahlend an die Wursttheke. Die türkische Wienerin begrüsst mich mit einem Lächeln : "Bittschön, der gnädige Härr? Wos häddens denn gerne?"
"50 Gramm Bierschinken, bitte," flüssig und lächelnd kam meine Antwort herausgeschossen.
"Bierschinken?"
Verblüfft, dass eine mitlerweile imaginäre Grenze zwischen Bayern und Österreich noch immer Grenzen zieht, wenn auch zum Glück nur sprachliche, deutete ich auf den mir wohlgesonnenen Schinken. Nichtsahnend, dass das erst die Kuvertüre meines privaten Theaterstückes sein sollte.
"Ah den, der heisst hier ....Krakauer (oder so ähnlich, hab den Namen vergessen). Und wieviel darfs sein?"
" 50 Gramm, bitte."
"50 Deka?"
" Wenn Deka gleich Gramm sind, ja dann 50 Deka."
Die ältere Dame neben mir amüsierte sich schon, was ich aber zu diesem Zeitpunkt als reine Höflichkeit interpretierte. Während ich die ansehnliche Wursttheke genoss, begann meine persönliche Wiener Wurstwarenverkäuferin mit türkischen/kurdischen (wer weiss das schon so genau) Wurzeln mit der Säbelei. Die Maschine gab ihr Bestes.
Der Krakauerhaufen wuchs und wuchs. Okay, dachte ich mir, sie schneidet gleich noch ein paar Scheiben extra ab für die wirklich sehr schöne Wurstauslage.
Die alte Frau neben mir lächelte mir aufmunternd zu, was ich zu diesem Zeitpunkt immer noch falsch interpretierte. Als mein Blick sich wieder der Wurstschneidemaschine zuwandte, stockte mein Herz. Der Haufen mit "polnischer" Wurst war mittlerweile zu einem kleinen Hügel mit Tendenz zum Berg angewachsen.
"Tschuldigung, ich wollte nur 50 Gramm. " Mein leiser Interventionsversuch, mit der fehlerhaftbelasteten Angabe in Gramm wurde mit supersüssen, rehbraunen und weit aufgerissenen Augen beantwortet.
Jetzt kam die alte Dame zu ihrem Einsatz. Auf die Sekunde genau ergriff sie das Wort.
" Der Herr kommt aus Deutschland, die kennen da Deka nicht."
" Und wieviel will er dann?"
" 50 Gramm hätt ich gern." Mein Selbstbewusstsein verringerte sich zusehends. War ich zu deppert 50 Gramm Bierschinken zu bestellen? War mein bayrisches Deutsch nicht
Ösiland kompatibel? War ich unbemerkt zum typischen Verpackungsthekenkunden mutiert?
Die Augen der wunderhübschen Wurstwarenverkäuferin mit tür......, aber das hatten wir ja schon, weiteten sich abermals. Schon deshalb hatte sich der Ausflug in die Niederrungen der österreichischen Wurstwarenabteilungen gelohnt, was ich aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnte.
"Gems erm 5 Deka," mischte sich die alte Dame nochmals ein und lächelte mich von der Seite an.
Die wird heute Nachmittag eine schöne Geschichte ihren Kaffeekranztanten zu berichten haben, dachte ich mir noch und lächelte dankbar zurück.
Das kleine, 50 Gramm schwere Wurstpaket wurde mir von meiner -Mann war die hübsch- Wurstwarenverkäuferin gereicht. Erst jetzt bekam ich ein Gespür für 5 Deka, fühlte sich an wie 50 Gramm.
Und nur wegen ihr wag ich's nächstesmal nochamal. I geb niad auf. Werd wiada 50 Gramm Bierschinken bschstelln uind auf das täglich grüssende Murmeltier hoffen.

7.5.07 10:15


kleine Kaffeekunde

An Alle die zukünftig einen Kaffee trinken wollen,- in Wien wohlgemerkt.
Kaffee ist nicht gleich Kaffee.
Okay, bis hierhin kann ich noch mitlaufen. Deutsch ist nicht gleich deutsch. Auch klar, kein Thema, auch des derrenn ich noch. Aber bei den hochnäsigen Wiener Kellnern und Kellnerinnen, denen es anscheinend in die Ausbildung gelegt wurde immer schön debil aufzutreten (okay, ich weiss jetzt kommen die Kaffeebohnen als Bomben zu mir), bei denen hör ich auf zu laufen. Da will ich mich nur noch verbuddeln.

"Ich hätte gern einen Kaffee."

"Küss die dreckige Hand, gnä Herr. Bitteschön?"

"Ich hätte gern einen Kaffee."

"----------------"

"Fangen wir nochmal von vorne an. Ich,-hätte,-gerne,-einen,-Kaffee,-bitteeschön."

"Einen Braunen?" (leicht genervt)

"Nein, ohne Milch."

"Einen Schwarzen?" (Blick abgewandt)

"So eine Tasse Filterkaffee."

"? ? ? ? ? ?" (Hausverbot und Beleidigungsklage liegen in der Luft)

"T´schuldigung (sehr unterwürfig), komme leider aus Deutschland, kenne die Eigenarten der Einheimischen Bevölkerung hier, noch nicht so genau." (ich ahne nicht wie sehr ich mit dem Verlust meines kostbaren Lebens spiele)

"Wir haben hier,"-( der Ton, der sonst die Wiener Kaffeehausmusik inspiriert vereist sekündlich), "Braunen, Gespritzden, Schwarzen, Geschäumten, Gspimnen, Doppelten, Ausglassennen, und für sie als Spezialität des Hauses Arschbraunen."

"Hm,-........." (die Organisation des Fluchtweges erschien mir an dieser Stelle als vordringlichste Aufgabe).

"Bittttttttttteeeeeeeeschön?"

"Ich glaub, ich hätt gern nur ein Glas Wasser."

" Wir haben hier," ( der Satz kam mir irgendwie bekannt vor), " Quellwasser, Leitungswasser, Tafelwasser, Sprudelwasser,......"

Den Rest des Monologes kann ich leider nicht wiedergeben, da ich das Beisserl zum Schutze meines Lebens fluchtartig verlassen hatte.
Habe auch schon von Survival Kursen in der Innenstadt von Wien gelesen. Mich wunderts nicht.

 

 

8.5.07 15:36


Wien blockt ganzschön

In unserer schnelllebigen Zeit, tun Inseln wie diese gut,......richtig gut,.......saugut. Die Zeit hat ihren Bezug zur Lichtgeschwindigkeit in dieser Stadt verloren. Kein Wunder, welcher Normalsterbliche blickt bei der Bezirksbezeichnung eigentlich durch. Wer im sechsten wohnt ist gleich im ersten. Wer im ersten wohnt ist schnurstracks im zweiundzwanzigsten. Wer aber im dritten beherbergt ist kann nur über Umwege in den zweiten gelangen. Lassen wirs dabei.

Wichtigtes Ziel in dieser schlafwandlerischen Stadt, nur nicht die Augenlider senken. Darauf wartet sie nur. Lieber mal auf´n Zentralfriedhof (Ambros war auch schon dort), in´n Prater (Stelzn essen nicht vergessen!), ins Porgy and Bess (Musike vom Feinsten in Plüschathmo), ABC Unlimited (der hat CDs, die hat keiner und ist ein Orginal in der Operngasse; grüsst den John von mir) und übern Naschmarkt müsst ihr gehn oder ........

 

Zur Vorbereitung empfehle ich  zwei sagenhafte Blocks zum und drumherum Thema WIEN:

http://bookworm.myblog.de

http://elcommandante.myblog.de

 

Viel Spass in Wien

9.5.07 14:48


Blog stirbt wegen Unattraktivität

Wenn nicht bald was passiert, schläft dieser Blog ein. Wien hat ihn schon in seinen Fängen.
9.5.07 18:32


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