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Unfassbar

Kurtaxe für Wienbesucher

Da hat der Magistrat ja ein schönes Baby geboren. In baldiger Nähe wird den Terroristen, äh Touristen eine Kurtaxe abverlangt.  In Anlehnung an andere Kuhorten werden zukünftig pro Tag 5,50 € fällig. Das Wochenpickerl gibts schon für 32,50 €. Die Kurtaxe kann an Bahnhöfen, Flughäfen, Schlössern und Tankstellen entrichtet werden. Der Taxorden ist gut sichtbar zu tragen. Befreit von der Tax sind einzig Wiener der Bezirke 1-5, 7 & 8, 10-15. Die Bewohner der restlichen Bezirke haben eine Jahrespauschale von 985 € im voraus zu entrichten. Der Magistrat glaubt die Wiener Bevölkerung hinter sich zu wissen. Man will mit dieser Aktion Wien befreien von Rucksacktouristen (=kein Geld im Beutel) und ähnlichem Gesocks. Die Taxorden sind frühestens im September fertiggestellt, sagt Künstler Meister Jeder . Vorher geht gar nichts. Das wird ein heisser Herbst.
Meister Jeder Kurgast am 21.5.07 17:51


ZNZrätsel zu schwer für Leser?

Das Rätsel mit der Nummer 18052007 entfesselt einen wahren Besucheransturm auf die Zwischennetzzeitung . Alle wollen es lösen aber diesmal hat Meister Jeder den Cafe Latte wohl etwas zu hoch gelegt. Die ZNZ überlegt zukünftig die Rätselecke zu schliessen. Wer will kann Leserbriefe und Petitionen schreiben. Meister Jeder geht erstmal sinnieren.
Meister Jeder Reporter am 18.5.07 10:34


Wien ist anders

Liebe Leser,

es ist kaum zu glauben, was hier in Wien neuerdings los ist. Ich weiß gar nicht, wo ich mit dem Erzählen anfangen soll.

Also stellt euch mal vor …

… neulich am Sonntagmorgen kam doch glatt mein Ziehsohn Jakob alias Ronaldinho alias David B. alias Prinz Poldi von seinem allwöchentlichen Gang zur Mülltonne (ja 1x/Woche macht er das wirklich!) zurück. Dorthin geht er für gewöhnlich, um die Ausscheidungen von Lili seiner Meersau und ebenso die Reste der Kleintierstreu zu entsorgen, die im Laufe einer Woche halt so anfallen.

Ob dieser Rhythmus einer artgerechten Tierhaltung entspricht, möchte ich momentan nicht diskutieren und ich bitte auch von etwaigen sinnlosen Anzeigen wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz abzusehen. Das Kind ist noch nicht strafmündig.

Er kam also mit der Sammelwanne von Lilis Käfig durch die Wohnungstür geschneit und berichtete aufgeregt, er habe unten im Hof neben den Mülltonnen einen Kotzfleck gesehen. Er sei sich nicht ganz sicher, aber mit 85%iger Wahrscheinlichkeit handle es sich um echte Kotze!

Um das Kindeswohl besorgt traten seine Mutter und ich ans Küchenfenster, von dem aus wir eine prima Aussicht auf jenen (eigentlich unser einziger) ca. 25 qm großen Hinterhof genießen, in dem sich die Müllentsorgungsgefäße des ganzen Hauses befinden. Ein Blick genügte, um dem armen Jungen die restlichen 15% zu gewähren, die ihm zur Gewissheit fehlten, dass er mit seiner Einschätzung dessen, was er gesehen hatte, absolut richtig lag.

Nun könnte man nicht sagen, in unserem Haus lebten Mitmenschen, die sich auf solch sorglose Art und Weise ihres Mageninhalts entledigen, um ihren Mitbewohnern vor Augen zu führen, welche Speisen etc. sie gewohnt sind zu sich zu nehmen. Die Bewohner unseres Hauses wären allesamt vielmehr beschämt genug, durch sofortige Entfernung das Ergebnis einer derartigen Mageneruption ungesehen zu machen.

Es musste sich also offensichtlich um die Hinterlassenschaft eines Fremden handeln. Womit sich natürlich sogleich die Frage stellte: Wer wird diese Sauerei entsorgen? Die Antwort bedurfte keiner langen Überlegung: Niemand natürlich!

Genauso war es dann auch. Tagelang konnten wir auf dem Weg durch den Hof einen seitlichen Ausfallschritt üben und dabei den Anblick dieser kunstvoll ausgeworfenen gelblich roten Masse betrachten. Selbst ein mittelstarker Regenguss konnte diesem Prachtexemplar nichts anhaben. So leicht angefeuchtet erweckten die neu entstandenen Glanzlichter das “Ding” erst wieder so richtig zum Leben.

Am Freitag aber geschah das Unglaubliche. Früh morgens schon wurde ich, nicht wie sonst von den Sonnenstrahlen, die meine Nase kitzeln, sondern von einem Höllenlärm geweckt, der für unsere wirklich sehr ruhige Wohngegend vollkommen untypisch ist. Ich brauchte ein wenig, um das alles korrekt einzuordnen. Wo war ich? Was war das für ein ohrenbetäubender Lärm? Lohnte es sich, sich nochmal umzudrehen, noch einen Schlafzuschlag zu nehmen?

Letzteres war eindeutig mit “Nein” zu beantworten und so entschloss ich mich, der Ursache für den Krawall auf den Grund zu gehen. Ich verließ das Schlafzimmer und auf dem Weg in die Küche merkte ich schon, diese Lärmquelle befand sich unverkennbar in besagtem Hinterhof.

Ein Blick aus dem Fenster ließ mich jedoch unwillkürlich an meinem Verstand zweifeln. Hatte doch glatt, vermutlich einer unserer werten Nachbarn, einen Bautrupp angerufen, die nun mit einem Presslufthammer den Betonboden des Hofes aufbrachen.

Der Kotzfleck war auf jeden Fall weg, aber ich fragte mich schon, ob das nicht eine etwas übertriebene Art im Umgang mit derartigen Vorkommnissen sei. Dann fiel es mir wieder ein: Wien ist anders!

Eduard vom Steinhof am 12.5.07 12:26





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